vonSchwerin:Oldag von Schwerin (1256)

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FamilienWIKI - Familie von Schwerin


Oldag von Schwerin (urkundl. 1256 - 1291) Ritter

Inhaltsverzeichnis

Lebenslauf

urkundlich Oldagus, Aldagus, Aldachus und Oldwicus genannt,[1] war 1256 noch Knappe und zugleich Vogt von Usedom, 1258 heisst er Ritter und Vasall des Pommerschen Herzogs Barnim I. und Vogt von Anclam.[2] 1256 und ebenso von 1262 bis 1285 erscheint er nur als Zeuge der Pommerschen Herzöge, 1256 und 1262 gemeinschaftlich mit seinem älteren Bruder Gerhard, 1277 zwei Mal gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Werner, 1278 mit dem Knappen Thidemann (Dietrich) v. Schwerin (Taf. VII. 5), und 1285 mit Johann (Taf. VII. 4), und demselben Dietrich, den jüngsten Söhnen seines Bruders Werner, 1291 war er mit Gerhard (Taf. VII. 2), dem ältesten Sohne seines Bruders Werner, noch einmal Zeuge für die Gebrüder v. Zagenz. Wie sein Bruder Gerhard auf der Insel Usedom und zwar in Cachlin Besitzthum hatte, so gehörten ursprünglich ihm und seinem Bruder Werner auf derselben Insel die Dörfer Labömitz und Retzow. Sie verkauften dieselben jedoch um das Jahr 1258 für 160 Mark an das Kloster Grobe.

Oldag war ohne Zweifel der Gründer des Dorfes Altwigshagen, das nach ihm seinen Namen trägt. Seine Söhne hiessen Heinrich, Werner, und Oldag; der erste von diesen wird 1305 und 1308 ausdrücklich Heynricus Oldwici und Henricus Oldagi filius genannt,[3] vom zweiten erfahren wir aus einer Urkunde[4] von 1313, dass er mit Werner dem jüngeren (seinem Sohne) in Altwigshagen ein Schloss-Zehnten besessen, die am natürlichsten von dem Gründer des Dorfes auf ihn als einen der Söhne vererbt worden waren. Es dient zur Verstärkung dieser Annahme, dass bei der gedachten Urkunde, in welcher der halbe Zehnt zu Altwigshagen durch Verkauf an das Kloster Stolp übergeht, jener Heinrich (No. 2) — also der Bruder Werner's (No. 3) — als Zeuge sich betheiligt.

Den dritten halten wir aus folgenden Gründen ebenfalls für einen Sohn Oldags. Die nächst ältere Generation derer v. Schwerin, von welcher Oldag (No. 4) unmittelbar abstammen musste, bestand, soviel uns bekannt, überhaupt nur aus den drei Brüdern Gerhard, Oldag und Werner II. 2. 3. 4.). Gerhard's Söhne stehen urkundlich fest, zu ihnen gehörte Oldag (No. 4) nicht; Werner's Söhne lassen sich indirect nachweisen und der zu diesen zählende Oldag (Taf. VII. 3.) kann der hier in Rede stehende nicht sein, da dieser 1315 noch Knappe heisst, während jener 1308 schon Ritter war; somit bleibt nur Oldag (No. 1) als Vater Oldag's (No.4) anzunehmen und wird diese Annahme durch den übereinstimmenden Vornamen auch einigermassen unterstützt. Die Reihenfolge der drei Söhne Oldag's nach ihrem Alter ist nicht festzustellen.

Eltern

Kinder

  1. Heinrich von Schwerin (urkundl. 1295-1328)
  2. Werner von Schwerin (urkundl. 1292-1313)
  3. Oldag von Schwerin (urkundl. 1315)

Geschwister

  1. Gerhard von Schwerin (urkundl. 1251-1262) Stifter der Usedomschen Hauptlinie
  2. Werner von Schwerin (urkundl. 1258-1284) Stifter der Spantekower Hauptlinie

Literatur

  • Dr. L. Gollmert, Wilhelm Grafen von Schwerin und Leonhard Grafen von Schwerin: Geschichte des Geschlechts von Schwerin. Wilhelm Gronau's Buchdruckerei, Berlin 1878

Einzelnachweise

  1. Urkundenbuch zur Geschichte des Geschlechts von Schwerin, Abschnitt II. 5., 8., 11-21., 25. und 27. Urkunde
  2. 1277 wird Richard de Gork Vogt von Anclam genannt (Urkundenbuch zur Geschichte des Geschlechts von Schwerin, Abschnitt II. 17. Urkunde)
  3. Urkundenbuch zur Geschichte des Geschlechts von Schwerin, Abschnitt II. 45. und 57. Urkunde
  4. Urkundenbuch zur Geschichte des Geschlechts von Schwerin, Abschnitt II. 61. Urkunde
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