Medicus:Gustav Medicus (*1821)

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FamilienWIKI - Familie Medicus


Gustav Medicus

* 23.11.1821 Landhut, † ????

Vater: Medicus, Ludwig Walrad, 1771-1850, Professor der Land- und Forstwirtschaft in München

Mutter: Langsdorff, Johanna Caroline, 1789-1828

Ehefrau: Karoline (Lina) Rösl

Ingenieurhauptmann à la suite, Direktor der München-Dachauer Papierfabriken AG in Deutenhofen bei Dachau durch Heirat, dann Inhaber der Firma Medicus & v. der Heyde in München

MD-Museum
MD-Papierfabrik

Geschichte der MD Papierfabrik ab Gustav Medicus

1850- Gustav Medicus heiratet Caroline Rösl, Tochter des Hofdruckereibesitzers

1851 - Ing.-Oberltn. Gustav Medicus kauft die Rösel'sche Papiermühle in der Au von den Erben seines Schwiegervaters, nach dem er aus dem Miltärdienst ausgeschieden war. Ein verheerendes Hochwasser vernichtet Teile der Fabrik

1852 - Aufstellung einer Schaeuffelen'schen Papiermaschine in der Röselschen Papierfabrik in München, Au, und Modernisierung bis 1853

1853- Wiederum wird die gerade modernisierte Fabrik von Hochwasser getroffen

1859- übernimmt Gustav Medicus die Paun'sche Papiermühle in Dachau Brunngartenstraße, um eine Konkurrenz auszuschalten und baut sie

1860 - mit einer 1625 mm breiten Escher Wyss Papiermaschine, Type A, (37320 fl), zu einer Maschinen-Papierfabrik um Brandkatastrophe in der Auer Fabrik

1862 - Gründung der München Dachauer Actiengesellschaft für Maschinenpapierfabrikation durch Gustav Medicus

1864 - Die Actiengesellschaft war durch zu geringe Finanzmittel und unqualifizierte und zu wenig kontrollierte Führungskräfte praktisch gescheitert Louis Weinmann, Buchhalter im Bankhaus Josef von Hirsch, wird in den Vorstand berufen. Der erst 25 Jahre alte Weinmann saniert die AG in kurzer Zeit. Der Kegelhof München Au, der noch im Besitz von Medicus war, kommt für 45000 Gulden zur AG. Gustav Medicus gründet mit seinem Restvermögen die Holzstoff-Fabrik Deutenhofen bei Dachau

1869 - Aufstellung der zweiten Papiermaschine von EW, Type A, mit 1625 mm AB in der Paun'schen Fabrik Dachau

1871 - Die Aktiengesellschaft kauft für 76000 Gulden den weitläufigen Besitz Steinmühle in Dachau von Mahlmühlenbesitzers Johann Dick und beginnt sofort mit dem Bau der Papierfabrik Steinmühle mit integrierter Strohstoff-Fabrik. 1872- Aufstellung der PM I von EW, Type A, im Werk Steinmühle mit 1830 mm AB

1873- Aufstellung der PM II von EW, Type A, im Werk Steinmühle mit 1830 mm AB Diese PM kaufte Louis Weinmann auf der Weltausstellung in Wien In der Steinmühle wird die MD-Werksfeuerwehr gegründet

1874 - Die MD-AG schließt mit der kgl. bayerischen Verkehrsanstalten-Telegraphen Abteilung München einen Vertrag über Herstellung und Unterhaltung einer telegraphischen Verbindung zwischen den einzelnen Etablissements der AG ab

1881- Im Werk Pasing wird eine PM von EW, Type A, 1800 mm AB aufgestellt Erwerb der Holzstoff-Fabrik Olching von der Industriegesellschaft Geislingen. Das Werk Olching 1 arbeitet nun mit 5 Schleifern für MD

1884/85 - In der Steinmühle wird ein großer Papiersaal gebaut

1885 - Olching II geht mit 7 Schleifern nach neuestem Stand der Technik in Betrieb. Die beiden Dachauer Fabriken Obere Fabrik und Steinmühle werden von Gaslicht auf elektrische Beleuchtung umgestellt. Die Papierfabrik Steinmühle erhält den ersten Telephonanschluß.Escher Wyss & Cie liefert für die Au eine Sembritzki-Doppelschöpf-Maschine

1886/87 - Erweiterung des Werkes Steinmühle und Aufstellung der PM III in der Steinmühle mit 2580 mm AB von der Maschinenfabrik Golzern/Sachsen Dazu mußte erst die Steinmühlstraße nach Westen verlegt, das neben dem Maschinengebäude PM 1 und PM II stehende Reischlhaus abgerissen und in der Freisinger Straße 33 neu erstellt werden. Die Zufahrtsstraße zur Fabrik, die Steinmühlstraße jetzt Ludwig-Thoma-Straße, wurde Privatstraße

1886 - Aufstellung der Sembritzki-Schöpfmaschine von Escher Wyss Zürich in der Papierfabrik Kegelhof in der Au. Format 36x44 cm

1887 - Die MD-AG begeht am 12. November festlich ihr 25jähriges Jubiläum im Bürgerlichen Brauhaus zu München-Au. Das Fabrik-Brausebad wird gegenüber dem Eingang Werk Steinmühle gebaut.

1889 - Kommerzienrat Louis Weinmann feiert am 7. Mai sein 25jähriges Arbeitsjubiläum Weinmann, der wegen seiner sozialen Einstellung "Vater der Arbeiter" genannt wurde, erhielt von den Arbeitern zum Dank eine Marmorbüste überreicht, die in der Nische des Dampfmaschinenhauses -heute MD-Museum- aufgestellt wurde Weinmann und seine Frau gründen mit einem Grundkapital von 25 000 Mark die "Weinmannstiftung" von deren Zinsen alljährlich eine Beisteuer für Lehrgelder der Arbeiterkinder und für die Kinder verunfallter oder verstorbener Arbeiter erbracht werden sollte.

1890 - Louis Weinmann wird Hauptaktionär der MD-AG

1892- Verkauf der Schöpfpapierfabrik in der Au

1893- Pasing wird von der MD AG mit drei Papiermaschinen übernommen PM I 2000 mm AB, PM II 1640 mm AB, PM III 2200m m AB

1894 - Erwerb der Häuser in München, Residenzstraße

1897 - Carl Medicus bietet Deutenhofen der MD-AG zum Kauf an, die aber ablehnt Dampfkessel-Explosion im Werk Pasing. Fünf Fabrikarbeiter und ein Kind. werden tödlich verletzt

Quelle:

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